Rückzug von der "Daily Show":Mike Huckabee, Hillary Clinton, Malala - alle waren da

Lesezeit: 3 min

Und man konnte noch viel mehr lernen bei Jon Stewart. Egal ob Mike Huckabee oder Marco Rubio, die neue liberale Heldin Elizabeth Warren, Statistik-Guru Nate Silver oder Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai: Sie alle kamen zu Interviews in das New Yorker Studio der Daily Show.

Stewart war stets gut vorbereitet, schlagfertig und respektvoll, so dass er auch Hillary Clinton aus der Reserve locken konnte.

Stewart sucht neue Herausforderungen

Jetzt, wo Stewart seinen Rückzug von der Daily Show bis zum Jahresende angekündigt hat, ist es natürlich verführerisch, sein Auftreten der vergangenen Wochen und Monate entsprechend zu deuten. In diversen Interviews (etwa mit Teri Gross von NPR) hat Stewart offen darüber gesprochen, dass er ans Aufhören denkt. Sein Filmdebüt "Rosewater" über einen iranisch-kanadischen Journalisten, der in Iran gefoltert wurde, ließ erahnen, dass er neue Herausforderungen sucht.

Und selten wirkte Stewart fassungsloser und frustrierter als in seiner Reaktion auf die Polizeibrutalität, die zum Tod von Michael Brown in Ferguson und Eric Garner auf Staten Island führte: "Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich brauche mehr Zeit, um das zu verarbeiten."

Episoden wie diese über "We can't breathe" zeigen, dass The Daily Show auch im 16. Jahr noch immer wichtig und relevant und lustig ist. Der Gedanke, dass 2016 die Welt und Amerika möglicherweise eine Neuauflage des Duells Clinton vs. Bush erlebt und Jon Stewart dies nicht mehr mit beißendem Spott begleitet, macht mich traurig. Und ich bin mir sicher, dass es Eric, meinem Ex-Mitbewohner, ganz ähnlich geht wie mir.

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