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Neue US-Serien:Von Vampiren, Aliens und Attentätern

Alleinstehende Mütter, verlassene Männer und eine Chirurgin, die den Präsidenten töten soll: Im Herbst starten auf den amerikanischen TV-Kanälen neue Fernsehserien. Eine Vorschau auf Dracula und die Rückkehr von Robin Williams.

Von Jürgen Schmieder, Los Angeles

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Neue US-Serien:Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.

Quelle: ABC/Bob D'Amico

Vampire, Regierungsagenten, die sich mit Aliens herumschlagen, und eine Chirurgin, die den Präsidenten töten soll: Im Herbst starten auf den amerikanischen TV-Kanälen neue Fernsehserien. Eine Vorschau auf die interessantesten. Von Jürgen Schmieder, Los Angeles

Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.

Die Serie ist ein Weiterdreh der Kinofilme "The Avengers", auf der Comic-Con in San Diego gehörte die Pilotfolge zu den am meisten gepriesenen Vorführungen. Die Protagonisten sind Regierungsagenten, die in einem Flugzeug um die Welt reisen und sich um Superhelden und Aliens kümmern. "Die Filme drehen sich um die Monster, die Gebäude in die Luft jagen - in der Serie geht es um die Menschen, deren Häuser zerstört werden", sagt Produzentin Maurissa Tancharoen. Die Helden haben spezielle Fähigkeiten, die indes keine Superkräfte, sondern wissenschaftlich plausibel sind. Ein riskantes Projekt des TV-Senders ABC also, das sich jedoch aufgrund der immensen Fanbasis der Marvel-Superhelden auszahlen könnte.

Start: 24. September auf ABC

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Neue US-Serien:Dracula

Dracula

Quelle: NBC

Dracula

Man nehme ein derzeit äußerst hippes Thema (Vampire), einen äußerst hippen Schauspieler (Jonathan Rhys Meyers) und ein äußerst hippes Produzententeam ("Downton Abbey"), mische es zusammen und hoffe darauf, dass ein ansprechendes Drama dabei heraus kommt. So klingt das Rezept des Fernsehsenders NBC für den Freitagabend. Meyers ist der Ur-Vampir Vlad, der sich im London des 19. Jahrhunderts als amerikanischer Geschäftsmann tarnt. Er kämpft gegen eine Ölfirma und entwickelt alternative Energien, während er gleichzeitig um eine Frau wirbt, die ihn an eine frühere Geliebte erinnert. Das könnte funktionieren.

Start: 25. Oktober auf NBC

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Neue US-Serien:Mom

Mom

Quelle: Monty Brinton/CBS

Mom

Wenn Chuck Lorre eine Sitcom produziert, dann kann eigentlich nichts schiefgehen - das hat er in den vergangenen Jahren mit Two and a Half Men, The Big Bang Theory und Mike & Molly bewiesen. Lorres neues Format dreht sich um eine alleinstehende Mutter, die kürzlich dem Alkohol abgeschworen hat und nun langsam die Trümmer ihres Lebens aufsammeln muss. Die Stärke von Lorre ist es, für die unglaublich witzigen Drehbücher ebenso witzige Schauspieler zu finden - das ist ihm bei Mom mit Anna Faris, Allison Janney, Nate Corddry und French Stewart erneut gelungen. Die Serie ist ein Kandidat für Emmy-Nominierungen im kommenden Jahr.

Start: 23. September auf CBS

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Neue US-Serien:We are Men

We are Men

Quelle: Sonja Flemming/CBS

We are Men

Es gibt einen einfachen Grund, warum Tony Shalhoub vier Jahre nach dem Ende der genialen Krimiserie Monk ausgerechnet in einer Sitcom ins Fernsehen gewählt hat: "CBS zahlt von allen Fernsehsendern am besten." Die Serie entwickelt sich um Carter (gespielt von Chris Smith), der während der Hochzeit am Altar sitzgelassen wurde, deshalb in einen Apartmentkomplex zieht und sich dort mit drei geschiedenen Männern anfreundet. Es könnte noch einen weiteren Grund für Shalhoubs Entscheidung geben: Sein Charakter ist wie die ganze Serie einfach nur urkomisch.

Start: 30. September auf CBS

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Neue US-Serien:Brooklyn Nine-Nine

Brooklyn Nine-Nine

Quelle: Fox.com

Brooklyn Nine-Nine

In der Comedyserie, die explizit für den ehemaligen Saturday Night Life-Star Andy Samberg geschrieben wurde, geht es um einen Polizisten (Samberg) in Brooklyn, der so genial ist, dass er jeden Fall lösen kann. Allerdings - so wird er in der Pilotfolge beschrieben - hat er "noch nicht das Rätsel gelöst, wie man erwachsen wird". Es klingt vielversprechend, zumal auch die Schauspieler um Samberg (Melissa Fumero, Terry Crews, Andre Braugher) herausragend sind. Bleibt nur die Frage, ob die Mischung aus komödiantischen Szenen und hartem Polizeialltag in Brooklyn funktioniert.

Start: 17. September auf Fox

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Neue US-Serien:Orange Is the New Black

Orange is the new Black

Quelle: Netflix

Orange Is the New Black

"Es ist die beste Fernsehserie, die jemals über das Gefängnis gemacht worden ist." Das war die Überschrift in der Washington Post - auch andere Kritiker lobten die Serie, in der der weibliche New Yorker Yuppie Piper wegen einer Jugendsünde (sie transportierte einen Koffer voller Drogengeld für ihre Exfreundin Alex) für 15 Monate ins Gefängnis muss. Ohne den anderen Netflix-Serien House of Cards und Arrested Development zu nahe treten zu wollen: Orange is The New Black ist tatsächlich die bislang beste Produktion des Online-Senders. Fraglich ist nur, ob Laura Prepon (als Alex) dabei bleibt: Gerüchten zufolge ist Scientology nicht davon begeistert, dass eines ihrer Mitglieder eine homosexuelle Figur verkörpert.

Start: bereits angelaufen, die erste Staffel ist komplett auf Netflix verfügbar

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Neue US-Serien:Resurrection

Resurrection

Quelle: ABC

Resurrection

Was würdest Du machen, wenn Dein Kind vor 32 Jahren gestorben ist - und es plötzlich zu Dir zurückkehrt und keinen Tag gealtert ist? Um diese Frage dreht sich diese Serie, die auf dem Roman "The Returned" von Jason Mott basiert. In der Kleinstadt Arcadia passieren merkwürdige Dinge: Der acht Jahre alte Jacob Garland - vor mehr als 30 Jahren ertrunken - wird in China gefunden und zurück zu seinem Vater gebracht. Warum lebt er? Warum ist er nicht gealtert? Ist er wirklich Jacob Garland? Der Sheriff der Stadt geht diesen Fragen nach. Resurrection ist wunderbar und eindeutig prämierenswürdig.

Start: im März 2014 auf ABC

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Neue US-Serien:The Crazy Ones

The Crazy Ones

Quelle: Cliff Lipson/CBS

The Crazy Ones

35 Jahre nach "Mork vom Ork" kehrt Robin Williams als Hauptdarsteller einer Sitcom zurück - Williams sagt darüber: "Als ich das letzte Mal im Fernsehen war, da bedeutete der Begriff 'Wired' ein Gramm Kokain und eine Flasche Jack Daniel's." Williams verkörpert Simon Roberts, den verrückten Chef einer Werbeagentur in Chicago, der nun mit seiner überhaupt nicht verrückten Tochter Sydney (Sarah Michaelle Gellar aus Buffy) zusammenarbeiten muss. In der ersten Folge müssen die beiden Kelly Clarkson überreden, in einem Werbefilm für ein Schnellrestaurant mitzuspielen - was nur bedingt lustig ist. Wenn die Produzenten das komödiantische Talent von Williams und Gellar aber ausschöpfen, könnte The Crazy Ones die Premierensaison überstehen und eine herausragende Comedyserie werden.

Eine ausführliche Rezension lesen Sie hier.

Start: 26. September auf CBS

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Neue US-Serien:Hostages

Hostages

Quelle: Best Possible Screen Grab/CBS

Hostages

Das Szenario der Serie ist wirklich nicht neu und wirkt deshalb zunächst vorhersehar: Die Chirurgin Ellen Sanders (Toni Collette) soll den Präsidenten der Vereinigten Staaten operieren, kurz zuvor wird ihre Familie entführt - die Täter fordern Collette auf, den Präsidenten während der Operation zu töten. Doch schon während der Pilotfolge deuten sich zahlreiche Wendungen an, der Zuschauer ist sofort gefangen in diesem Thriller. Die Produzenten haben bereits angekündigt, dass es sich aufgrund der Geschichte um eine kurzlebige, aber intensive Serie handeln soll.

Start: 23. September auf CBS

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Neue US-Serien:The Tomorrow People

Tomorrow People

Quelle: BARBARA NITKE; The CW Television Network

The Tomorrow People

Diese Serie gibt es bereits zum vierten Mal: Sie lief drei Mal in Großbritannien (1973-79, 1992, 2001-2007) und kommt nun auf die amerikanischen Bildschirme. The Tomorrow People dreht sich um Figuren, die die nächste Stufe menschlicher Evolution erreicht haben - also den homo superior. Die Teenager, die Telekinese, Telepathie und Teleportation beherrschen, werden von einer geheimen Organisation gejagt. In den Vereinigten Staaten hat dieses Serienkonzept zuletzt nicht funktioniert, Alphas wurde abgesetzt. The Tomorrow People beginnt allerdings vielversprechender.

Start: 9. Oktober auf The CW

© SZ.de/ahem/lala

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