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Kölner "Tatort":Zu brutal für die Primetime

Tatort "Trautes Heim" aus Köln

Dietmar Bär als Freddy Schenk und Klaus J. Behrendt als Max Ballauf im Kölner Tatort. Dieser wird nun an einem Freitag ausgestrahlt.

(Foto: WDR/Uwe Stratmann)

Der nächste Kölner "Tatort" wird nicht zur traditionellen Sendezeit laufen. Stattdessen soll die Episode an einem Freitag nach 22 Uhr gezeigt werden.

In der vierzigjährigen Geschichte des Tatort war bisher auf eines Verlass: Der Krimi läuft am Sonntagabend, um 20.15 Uhr, nach den Nachrichten. Mit dieser Tradition wird der nächste Kölner Tatort mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär brechen, wie Bild meldet. Die Folge "Franziska" soll stattdessen an einem Freitag, nach 22 Uhr ausgestrahlt werden.

Grund dafür sei die Brutalität, wie eine WDR-Sprecherin erklärt. So erwarte die Zuschauer ein besonderer, äußerst gelungener, aber auch harter Krimi. Die Redaktion und der Jungendschutzbeauftragte des WDR hätten sich deshalb dazu entschieden, den Sendeplatz ausnahmsweise zu verlegen.

Ähnliches war bereits 1998 passiert, als der Tatort mit dem Titel "Ein Hauch von Hollywood" auf einen späteren Sendeplatz geschoben wurde. Damals war allerdings nicht die Brutalität der Folge der Grund für den Sendeplatzwechsel, sondern deren Qualität. Die als Krimi-Satire gedachte Episode mit den damaligen Berliner Kommissaren Roiter (Winfried Glatzeder) und Zorrowski (Robinson Reichel) wurde vom Sender Freies Berlin im Nachhinein als "Experiment" gewertet.

Franziska ermittelt im Knast

Über die Geschichte der Episode "Franziska" ist bisher wenig bekannt. Außer, dass es sich um den letzten Fall der gleichnamigen Assistentin der Kölner Tatort-Kommissare handeln soll, die von Tessa Mittelstaedt gespielt wird. Zumindest teilweise wird sich das Geschehen außerdem in der JVA Köln abspielen, in der es zuvor zu einem Mord gekommen ist. Daraufhin wird Franziska von einem der Gefangenen in ihre Gewalt gebracht.

Beim Kölner Film- und Fernsehfestival "Cologne Conference" Ende September soll die Folge zum ersten Mal gezeigt werden, bevor sie im Dezember im Fernsehen läuft.

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