Kontrollversagen in der ARD:"Eine Katastrophe erster Güte"

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Kontrollversagen in der ARD: "Die ARD muss der Öffentlichkeit beweisen, dass sie fähig ist, ihren Laden sauberzukriegen": Rundfunkratschef Pienkny am Tag der Wahl von Interimsintendantin Katrin Vernau in Potsdam.

"Die ARD muss der Öffentlichkeit beweisen, dass sie fähig ist, ihren Laden sauberzukriegen": Rundfunkratschef Pienkny am Tag der Wahl von Interimsintendantin Katrin Vernau in Potsdam.

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Dieter Pienkny übernahm mitten in der Krise die Führung des Rundfunkrats des RBB und organisierte die Interimswahl. Jetzt hört er auf - und findet deutliche Worte.

Von Claudia Tieschky

Für ein paar Wochen war ein Mann oberster Krisenmanager im RBB, der Kritik an der ARD und ihren Kontrollgremien stets offen formulierte: Dieter Pienkny wurde am 20. August plötzlich kommissarischer Rundfunkratsvorsitzender, Gremienchefin Friederike von Kirchbach war im Zuge der Schlesinger-Affäre zurückgetreten. Pienkny, der vom Deutschen Gewerkschaftsbund in den Rundfunkrat entsandt ist, hatte als ihr Stellvertreter schnell das Problem zu lösen, dass bei der aufgewühlten Stimmung im Sender eine Interimsintendanz gewählt werden musste - ein Fall, den das Gesetz gar nicht vorsieht. Nun ist Katrin Vernau Interimsintendantin des RBB, und am Donnerstag wählte der Rundfunkrat des Senders einen neuen regulären Vorsitzenden. Pienkny, 68, will seine Gremienarbeit im kommenden Frühjahr beenden.

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