bedeckt München

Entlassung von Gebhard Henke:Der Trennungsknall

'Werkstattgespraeche' - Cologne Conference 2015

Fristlos gekündigt: Als Fernsehspielchef war Gebhard Henke unter anderem für den Tatort verantwortlich.

(Foto: Sven Simon/imago)

Mehr als zehn Frauen sollen WDR-Fernsehspielchef Gebhard Henke sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vorwerfen. Er bestreitet das. Nun muss der Sender die Frauen überzeugen, sich nicht nur anonym zu äußern.

Von Hans Hoff

Der WDR hat seinem Fernsehspielchef Gebhard Henke fristlos gekündigt. Als Begründung führt der Sender "Vorwürfe sexueller Belästigung und des Machtmissbrauchs" an. Die von mehr als zehn Frauen geschilderten Vorfälle hält man in der Anstalt "für schwerwiegend und glaubhaft", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Es handle sich um Fälle von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten, teils in Zusammenhang mit Machtmissbrauch. Unter den Frauen, die Henke Übergriffigkeit vorwerfen, ist auch Schriftstellerin Charlotte Roche, die dem nun Gekündigten mehrfach auch öffentlich vorgeworfen hatte, ihr bei einem Pressetermin an den Hintern gegriffen und ihre Gegenwehr ignoriert zu haben. Henke bestreitet die Vorwürfe vehement.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Donald Trump
Amtsübergabe in den USA
Straflos in Washington
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
China Works to Contain Spread of Coronavirus
Wildtiere und Covid-19
Das nächste Virus
Medizin
Die Vulva, ein blinder Fleck
Zur SZ-Startseite