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Umbau bei Springer:Marion Horn verlässt Chefredaktion von "Bild am Sonntag"

Marion Horn verlässt Chefredaktion von ´Bild am Sonntag"

Marion Horn während der Vorstellung einer Studie zur Geschlechterverteilung in journalistischen Führungspositionen durch den Verein ProQuote.

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Sie gehe auf eigenen Wunsch, sagte sie. Ergänzte aber auch, dass eine eigenständige Redaktion "eine wichtige Basis für meine Art des Journalismus" sei.

Marion Horn tritt als Chefredakteurin der Zeitung Bild am Sonntag (BamS) ab. Horn, die seit dem 1. Oktober 2013 die Redaktion leitete, verlasse Axel Springer vor dem Hintergrund neuer, übergreifender Redaktionsstrukturen bei Bild auf eigenen Wunsch, teilte das Medienhaus am Dienstag mit. Nachfolgerin wird ab sofort Alexandra Würzbach, bislang Stellvertreterin von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt.

Horn war 2001 zu Bild gekommen. Dort war sie bis 2007 stellvertretende Chefredakteurin, bevor sie in gleicher Position für ein Jahr zur BamS wechselte. 2008 kehrte sie zu Bild zurück und wurde 2012 Stellvertreterin des damaligen Chefredakteurs Kai Diekmann.

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Der Springer-Verlag hatte Ende September eine engere Verzahnung der Redaktionen von Bild und Bild am Sonntag angekündigt. Das BamS-Team werde in der neuen Redaktionsstruktur eine wichtige Rolle spielen, erklärte Horn. "Eine eigenständige Redaktion ist aber eine wichtige Basis für meine Art des Journalismus. Ich gehe deshalb auf eigenen Wunsch." Bild-Chefredakteur Julian Reichelt äußerte Verständnis für Horns Entscheidung. Würzbach werde für die BamS auf das Redaktionsteam von Bild für Print und Digital zugreifen können.

Würzbach hatte nach ihrer Ausbildung an der Axel Springer Journalistenschule unter anderem bei Bild in Dresden, als Unterhaltungschefin bei der B.Z. und als Textchefin in der Bild-Bundesredaktion gearbeitet. Seit 2013 ist sie bei Bild Mitglied der Chefredaktion.

In den kommenden Jahren will Axel Springer 100 Millionen Euro in Bild und Welt investieren. Gleichzeitig soll es im Bereich News Media National Einsparungen in Höhe von 50 Millionen Euro geben. Dabei will Axel Springer auch Personal in Verlag und Redaktionen abbauen.

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