ARD-Reportage über Carsten Maschmeyer Szene geschwärzt

Carsten Maschmeyer hat eine einstweilige Verfügung gegen einen ARD-Film über ihn erwirkt. Die Szene eines versuchten Interviews mit dem Finanzmanager darf der Sender vorerst nicht mehr zeigen.

Von Ralf Wiegand

Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer hat vor dem Berliner Landgericht durch eine einstweilige Verfügung erreicht, dass eine Szene der ARD-Dokumentation Der Drückerkönig und die Politik über ihn zunächst nicht weiter gezeigt werden darf.

Kommt in der ARD-Dokumentation "Der Drückerkönig und die Politik" auch kurz zu Wort: Bundespräsident Christian Wulff (Mitte). Neben ihm seine Frau, Bettina Wulff, und der Finanzmanager Carsten Maschmeyer.

(Foto: dpa)

In der Passage ist zu sehen, wie NDR-Reporter Christoph Lütgert Maschmeyer um ein Interview bittet. Der NDR bestätigt die Entscheidung des Gerichts auf Anfrage. Man sei aber zuversichtlich, dass die einstweilige Verfügung schnell wieder zurückgenommen werde, sagte NDR-Justitiar Klaus Siekmann.

Der Beitrag sei nach wie vor in der Mediathek der ARD zu sehen, lediglich die betroffene Szene sei geschwärzt. Weitere Passagen sind laut NDR nicht strittig.

Carsten Maschmeyer hatte im Vorfeld der Ausstrahlung über seinen Anwalt Matthias Prinz vergeblich versucht, den Film zu verhindern; die ARD erzielte damit am vergangenen Mittwochabend eine hervorragende Quote.

Die Dokumentation ist abrufbar unter: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6239032.