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Tiere - Michendorf:Jagdverbandspräsident dringt auf klare Regelung zu Wölfen

Michendorf (dpa/bb) - Der Präsident des Brandenburger Landesjagdverbandes, Dirk-Henner Wellershoff, fordert vom Bund klare Regeln für den Umgang mit Wölfen. "Da, wo Wölfe Probleme bereiten, nimmt man sie ganz gezielt raus - dafür brauchen wir konkrete Handlungsmöglichkeiten, die haben wir im Moment aber nicht", sagte Wellershoff am Montag. In Brandenburg regelt bisher die Wolfsverordnung, wie man mit Problemwölfen umgeht. Nur in bestimmten Fällen dürfen sie unter behördlicher Begleitung getötet werden. Die meisten Wölfe leben laut Dokumentationsstelle des Bundes zum Thema Wolf in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

In einem Interview mit der "Märkischen Allgemeinen" aus Potsdam (Montag) forderte Wellershoff eine offene Diskussion darüber, "mit wie vielen Wölfen wir leben wollen". Dabei schlug er - "mit einer Prise Sarkasmus", wie er selbst sagte - vor, Wölfe in andere Länder zu schicken. "Ich habe immer gesagt, ich muss die nicht umbringen", sagte er. "Narkotisiert sie und bringt sie in Gegenden, wo es noch keine Wölfe gibt, zum Beispiel ins Saarland oder nach Hessen und bürgert sie aus." Im Saarland war bisher noch kein Wolf gesichtet worden. In Hessen wurde laut Naturschutzbund Nabu zum Beispiel im Februar im Kreis Marburg-Biedenkopf ein junger Wolf gesehen.

Der Wolf ist in der EU streng geschützt und darf nicht gejagt werden. Nur Wölfe, die mehrfach Zäune überwinden und großen Schaden anrichten, indem sie etwa Schafe töten, dürfen abgeschossen werden. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte vorgeschlagen, dass dafür künftig bereits "ernste" Schäden ausreichen sollen. Bisher sind "erhebliche" Schäden die Bedingung, was nach Angaben des Ministeriums als "existenzbedrohend" ausgelegt wird. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Ausbreitung schon vorbeugend begrenzen.

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