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Tiere - Hannover:Tierhalter melden mehr Wolfsrisse: "Schnelle Gefahrenabwehr"

Agrar
Die Halter von Weidetieren verlangen wegen neuer Angriffe von Wölfen ein schärferes Vorgehen gegen die Raubtiere. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Hannover (dpa/lni) - Die Halter von Weidetieren verlangen wegen neuer Angriffe von Wölfen ein schärferes Vorgehen gegen die Raubtiere. "Ohne Regulierung wird die Anzahl in den nächsten zwei Jahren auf dreitausend Wölfe in die Höhe gehen", warnte Wendelin Schmücker, Chef des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung. Zuletzt habe sich die Zahl der Wolfsrisse deutlich erhöht. "Die Politik muss endlich handeln, vom Zuschauerstatus wegkommen und die nichtregulierte, experimentelle Raubtieransiedlung beenden", forderte Schmücker.

Beim Umgang mit neu angesiedelten Wölfen stehen sich die Interessen von Naturschützern und Tierhaltern gegenüber. Im Kreis Uelzen hatte jüngst ein Naturschutzverein gegen zwei Wolfs-Abschussgenehmigungen geklagt, eine entsprechende Ausnahmeregelung wurde daraufhin vorläufig ausgesetzt. Nach langer erfolgloser Suche nach dem "Rodewalder Rüden" bei Nienburg hatte das Land Niedersachsen Anfang April zunächst drei andere Wölfe zum Abschuss freigegeben.

Schmücker betonte, die wirtschaftlichen Belange der Tierhalter müssten stärker berücksichtigt werden. "Insbesondere die ausgesetzten Abschussverfügungen bereiten schlaflose Nächte." Die Population der Wölfe dürfe nicht zu stark wachsen. "Eine wirksame schnelle Gefahrenabwehr fehlt völlig", meinte er zur begonnenen Weidesaison.

Das Aktionsbündnis Weidetierhalter, an dem unter anderem das Landvolk beteiligt ist, hatte sich etwa für sogenannte Schutzjagden ausgesprochen, um die Schäden der Tierhalter zu begrenzen. Parallel müssten für Wölfe geeignete Lebensräume ausgewiesen werden, in denen sie ungestört leben können.

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