Süddeutsche Zeitung

Soziales - Mannheim:Grabmalpaten dringend gesucht

Mannheim (dpa/lsw) - Die Stadt Mannheim wirbt angesichts verfallender Gräber für Grabmalpatenschaften. "Die Friedhöfe Mannheims sind Orte von historischer und kultureller Bedeutung sowie Oasen der Natur", sagte Bürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) am Donnerstag in der Quadratestadt. Sie zeugten von der bewegten Geschichte Mannheims. Doch vielen der beeindruckenden Grabmale drohe wegen fehlender finanzieller Mittel der Verfall. Deshalb rufe die Stadt Bürger auf, sich der Gräber anzunehmen.

Derzeit gibt es auf dem Mannheimer Hauptfriedhof zwölf Patenschaften. Das Konzept soll auf die neun weiteren Vorortfriedhöfe ausgedehnt werden. Der Vorteil für Paten liegt darin, dass sie sich bei Lebzeiten um die Instandhaltung und gärtnerische Pflege der historischen Gräber kümmern und sich nach dem Tod dort selbst bestatten lassen können. Allein auf dem Hauptfriedhof wären 300 weitere Patenschaften möglich.

Nach Auskunft der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas sind Patenschaften für viele Friedhofsverwaltungen in Deutschland eine Möglichkeit, den teuren Unterhalt der historischen Grabmale zu reduzieren und zugleich den Bürgern etwas Besonderes zu bieten.

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