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Soziales - Hamburg:Eisige Temperaturen: Hamburger Kältebus häufiger gerufen

Deutschland
Zwei Polizisten begleiten einen Obdachlosen zum Kältebus. Foto: Christian Charisius/dpa (Foto: dpa)

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Hamburg (dpa/lno) - Bei den eisigen Temperaturen wird der Hamburger Kältebus derzeit deutlich häufiger gerufen als im vergangenen Winter, um Obdachlosen zu helfen. "An Tagen, an denen es wirklich nass und kalt war, waren es letzten Winter vielleicht fünf bis zehn Anrufe", sagte Helferin Christiane Hartkopf vom Kältebus der Deutschen Presse-Agentur. Das sei nun deutlich mehr. Spitzenreiter sei kürzlich ein Abend mit 42 Anrufen gewesen. "Dementsprechend sind die Abende auch länger als sonst." Die telefonische Erreichbarkeit gehe von 19.00 Uhr bis Mitternacht. Aktuell werde aber meist noch zwei bis drei Stunden länger gebraucht, um alle Anrufe abzufahren.

Den Kältebus gibt es seit Januar 2019. Er fährt zu Obdachlosen, die auf der Straße Hilfe brauchen, und kann sie zu einer schützenden Unterkunft bringen. Bürger haben die Möglichkeit per Telefon auf Wohnungslose aufmerksam zu machen, die gefährdet sein könnten. Die Zunahme der Anrufe habe sicher auch damit zu tun, dass der Bus im Laufe der Zeit bekannter geworden sei, berichtete Hartkopf. Der Kältebus hat auch warme Decken und Isomatten dabei.

Zuerst war der Hilfsverein Alimaus zuständig, seit zwei Wochen hat nun das "CaFée mit Herz" das Projekt, an dem sich 40 Ehrenamtliche beteiligen, übernommen. Der Wechsel habe problemlos geklappt, sagte Hartkopf. Am Konzept habe sich nichts geändert.

© dpa-infocom, dpa:210213-99-423098/2

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