bedeckt München 22°

Psychologie:Unser Leben im Ablenkungsmodus

Handy

Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Beziehung von Menschen zu ihren Smartphones etwas Ungesundes haben kann, aber es ist bestimmt nicht verkehrt, immer mal wieder daran zu erinnern.

(Foto: daria nepriakhina/ unsplash)

Bitte mal aufpassen: Der Griff zum Smartphone ist für viele Menschen eine Sucht - und manchmal auch eine tödliche Gefahr. Über eine Gesellschaft, die voll drauf ist.

Der Amerikaner Robert Cornelius, als Sohn niederländischer Einwanderer 1809 in Philadelphia geboren, sah im Alter von 30 Jahren wahnsinnig gut aus. Er trug den Kragen aufgestellt, die dunklen Haare lässig verwuschelt und hatte einen Blick drauf, eine Mischung aus skeptisch und ein bisschen blasiert, der heute noch genau so anziehend wirkt wie im Jahr 1839, als er sich selbst auf einer Daguerreotypie verewigte. Das war damals eine brandneue Technik, die aus Frankreich kommend schnell die Welt eroberte, und Cornelius, der als Silberschmied in der Lampenfabrik seines Vaters arbeitete und sich für Chemie begeisterte, probierte sie aus, vermutlich spontan, kämmte sich noch nicht einmal die Haare dafür.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Nora Tschirner im Interview
"Es braucht Liebe, um sich wirklich zu engagieren"
Teaser image
Andriching
Teresa ist tot
Teaser image
Strache-Video
In der Falle
Teaser image
Tinnitus
"Der Arzt sagte, damit müsse ich jetzt leben"
Teaser image
Esther Perel im Interview
"Treue wird heute idealisiert"