Ronja von Rönne im Interview "Provokation ist ein billiges Werkzeug"

Ronja von Rönne: "Von bewusster Kontrolle bin ich weit entfernt. Ich schmeiße eher einen Eimer Wasser auf einen Hochhausbrand."

(Foto: Gene Glover)

Sie schreibt über sich und ihre Generation und hält aus, dass sich alle daran abarbeiten. Ronja von Rönne über den Kampf gegen das Versagen und warum sie für eine Pointe über Leichen geht.

Interview von Anna Reuß und Jasmin Siebert

SZ: Frau von Rönne, der Generation der Mittzwanziger wird gerne unterstellt, überbehütet zu sein. Ist da was dran?

Ronja von Rönne: Es ist, glaube ich, ein großes Missverständnis, dass der Graben entlang der Generationen verläuft. Ich identifiziere mich mit einem 50-jährigen Londoner mehr als mit einem 20-Jährigen aus meinem Heimatdorf in Oberbayern.

Über die Protagonistin Ihres Debütromans "Wir kommen" schrieben Kritiker allerdings, sie wirke mit ihren Panikattacken und der polyamourösen Beziehung wie ein "Romanfigur gewordener Hashtag" ihrer Generation.

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