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Stress:Eltern, was habt ihr euch erwartet?

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Grund zum Jammern?

(Foto: imago/Westend61)

Laut einer Studie fühlen sich 40 Prozent der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren häufig oder sehr häufig gestresst. Man hat es aber selbst in der Hand.

Plätzchen fürs Adventsfrühstück in der Schule, Wichtel-Streit in der Whatsapp-Gruppe, Abgaben im Büro. Gerade in dieser an sich so schönen Vorweihnachtszeit fällt es auf: Während die Kleinen in Dauerschleife "Lasst uns froh und munter sein" trällern, stimmen Eltern das Klagelied an vom Dauerstress.

Laut einer Forsa-Studie im Auftrag der KKH fühlen sich 40 Prozent der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren häufig oder sehr häufig gestresst. Als Gründe dafür nennt die Studie: Konflikte in der Familie, Hausarbeit und das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen.

Dabei drängt sich eine Frage auf: Was genau haben sich die Eltern erwartet?

Familienleben bedeutet schon immer, neben den eigenen Problemen und Bedürfnissen über Jahre für das Wohlergehen anderer Menschen zu sorgen. Wie man sich in diesem Leben einrichtet - das können Eltern heute stärker mitgestalten als alle Generationen vor ihnen.

Es gibt mehr und bessere Betreuungseinrichtungen, die Schulen sind offener, die Arbeitszeiten flexibler. Zwischen Chatverläufen und Geschenkekäufen schadet es nicht, sich das bewusst zu machen. Eltern können viele Rollen ausfüllen, und wenn es zu viele werden, dürfen es auch weniger sein.

Eltern haben guten Grund zu jammern, aber sie haben auch Grund, froh und munter zu sein.

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