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Essen & Trinken - Eppelborn:Rund 20 Teams bei Europäischer Schwenkmeisterschaft am Start

Eppelborn (dpa/lrs) - Die Saarländer schwenken für ihr Leben gerne. Heißt: Sie legen gerne Schwenker (Stück Fleisch) auf den Schwenker (Schwenkgrill) und schwenken diesen, bis das Steak durch ist. Um das Schwenken auch außerhalb des eigenen Bundeslandes bekannter zu machen, haben saarländische Fans jetzt die erste Europäische Schwenkmeisterschaft organisiert. Rund 20 Teams auch aus Luxemburg und anderen Teilen Deutschlands haben sich zu dem Wettkampf um das beste Schwenker-Menü am 18. August in Überherrn-Berus angemeldet, wie Mitorganisator Patrick Hübner in Eppelborn der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Teams heißen "Frozen Fire", "Die Grilldeiwel" oder "Beef Junkies". Sie müssen sich bei drei Gängen behaupten: Erst klassisch beim Schwenken eines Schweinnackensteaks plus Beilage. Dann folgt die Kategorie Freestyle für Fisch oder Gemüse und schließlich die Dessertrunde: "Beliebt ist Schokokuchen vom Schwenker", sagt Hübner. Schließlich können man ja mit dem Schwenker auch Backen. Die Anmeldefrist für Teams endet diesen Donnerstag (1. August).

Neben der Suche nach den besten Schwenkmeistern werde es einen Weltrekordversuch im Dauerschwenken geben, sagte Hübner. "Der Rost soll dabei mindestens 50 Stunden in Bewegung bleiben." Der Versuch sei nicht offiziell angemeldet. "Wir waren zu spät dran, nächstes Jahr machen wir das dann mit Anmeldung." Nach Hübners Wissen gibt es noch keinen Rekord im Dauerschwenken. "Wir werden die Ersten sein."

Im Saarland hat der dreibeinige Schwenkgrill Kultcharakter - die Grillsaison geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. "Wir sind das ganze Jahr am Grill", sagte Hübner vom Team "Side by Side BBQ". Wenn den ganzen Tag geschwenkt werde, könne er auch fünf oder sechs Schwenker verzehren. Der richtige Schwenker (Person) schwenke stets über "richtigem Feuer mit Holz".

Das Team "Beef Junkies" aus Hessen teilte mit: "Wir wollen beweisen, dass man auch in Hessen mit dem Schwenker umgehen kann und dass es hier mehr gibt als nur Grie‘ Soß‘ und Handkäs‘".