Auch Steffi Graf hat rechtzeitig die Notbremse gezogen und sich von ihrem ehrgeizigen Vater distanziert. Peter Graf rüstete seine Tocher schon als Dreijährige mit einem Tennisschläger aus. Schlug sie den Ball häufig genug über die Familiencouch, gab es eine Belohnung: eine Salzstange für 25 Schläge, ein Vanilleeis mit Himbeeren für 50. Als junge Erwachsene verbot ihr Peter Graf, eigentlich Gebrauchtwarenhändler, jeden Umgang mit jungen Männern. Als er die Karriere seiner Tochter mit Steuerhinterziehung gefährdete und seine Strafe hinter Gittern absitzen musste, zog sich die damals 27-Jährige von ihm zurück.

Archivbild aus dem Jahr 1989: Peter Graf gratuliert seiner Tochter Steffi nach ihrem Sieg bei den U.S. Open in Flushing Meadow

Bild: DPA 30. März 2011, 12:282011-03-30 12:28:51 © sueddeutsche.de/jobr/jub/bre/bön