Besorgte Eltern:Das übertherapierte Kind

Lesezeit: 7 min

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Müssen die Mandeln raus?

(Foto: imago)

Eltern machen sich ständig Sorgen um das Wohlbefinden ihres Kindes. Das hat mehr mit Stress und Druck zu tun als mit tatsächlichen Krankheiten. Die Kinderärztin Karella Easwaran hat sich mit dem Phänomen beschäftigt.

Von Lisa Harmann

Chiara hat keine Lust auf ihre Schulaufgaben. Die Siebenjährige weigert sich, sie zu erledigen. Zusammen mit ihrer Mutter Karin sitzt sie darum eines Tages im Behandlungsraum der Kinderarztpraxis von Karella Easwaran in Köln. Die Mutter habe verzweifelt gewirkt, erinnert sich die Ärztin. Sie kümmere sich intensiv um das Kind, habe alles versucht: Montags gehe sie mit ihr zur Verhaltenstherapie, dienstags zur Kinesiologie, mittwochs zur Ergotherapie und donnerstags zum Neurofeedback. Ohne Erfolg. Wann das Kind mal mit Freunden spiele, habe sie gefragt. Dafür, erwiderte die Mutter, bliebe im Moment keine Zeit. Sogar ihren Job habe sie gekündigt, um für ihre Tochter da zu sein. "Damit sie nicht den Anschluss verpasst."

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