"Unterleuten" am Schauspiel Bonn:Stadt, Land, Flucht

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Max Moor (vorne), eigentlich TV-Moderator, nun als Dorfpatriarch.

(Foto: Thilo Beu)

"Unterleuten", der Erfolgsroman von Juli Zeh, will die Wirkung von Filterblasen in neuen Medien aufzeigen. Am Schauspiel Bonn wird daraus eine Kostümwechselparty. Das bleibt banal und kann das Grundgefühl des Romans nicht einfangen.

Von Cornelia Fiedler

Dieses Internet schon wieder! Facebook fördert eindimensionale Weltbilder, weil es Filterblasen duldet, Instagram soll schuld sein am Narzissmus, Twitter an Fake News. So geht Kulturpessimismus heute - in der faktenreduzierten Stammtischvariante. Dass Menschen offline nicht anders ticken als online, rief Schriftstellerin Juli Zeh 2016 mit ihrem Roman "Unterleuten" in Erinnerung. Social Media bieten technisch optimierte Spielwiesen, die Verhaltensweisen sind jedoch bekannt: "Jeder Mensch bewohnt ein eigenes Universum, in dem er von morgens bis abends recht hat", lautet der zentrale Satz sowohl des Dorf-Thrillers als auch der Theateradaption von Jan Neumann am Schauspiel Bonn.

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