Terézia Moras Roman "Muna oder Die Hälfte des Lebens":Sie werden diese Frau erkennen

Terézia Moras Roman "Muna oder Die Hälfte des Lebens": Terézia Mora schreibt Prosa und übersetzt aus dem Ungarischen, etwa Bücher von Péter Esterházy und Andrea Tompa. 2018 bekam sie den Georg-Büchner-Preis.

Terézia Mora schreibt Prosa und übersetzt aus dem Ungarischen, etwa Bücher von Péter Esterházy und Andrea Tompa. 2018 bekam sie den Georg-Büchner-Preis.

(Foto: Friedrich Bungert)

Nach ihrer Romanreihe über den Normalo Darius Kopp schreibt die genial präzise Erzählerin Terézia Mora jetzt eine "Trilogie der Frauen". Sie beginnt mit einem unheimlichen Fall von Gewalt in der Liebe.

Von Marie Schmidt

Würden Sie sich in diesen Mann verlieben? "Und schon wieder war ich mir nicht sicher, ob er mich wirklich brutal abgekanzelt hatte oder ob ich zu empfindlich war." Fragt sich eine Achtzehnjährige. Trau deinem Bauchgefühl, antwortet der Therapiesprech von heute. Aber der innere Kompass fehlt auch, "weil ich so völlig allein war, weil ich niemanden fragen konnte, was wovon zu halten war - Du wirst doch nicht hier anfangen zu heulen?" Das ist die Stimme des Geliebten - oder der Mutter? -, die sich ins Selbstgespräch drängt. Also tapfer bleiben: "Er" macht sie vielleicht runter, aber es handelt sich um "den schönsten Mann, den ich je im Leben sehen würde".

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