Staatsoper BerlinEin Gefühl für Schnee

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Die Welt, in der Daphne (Vera-Lotte Boecker) lebt, ist ihr fremd.
Die Welt, in der Daphne (Vera-Lotte Boecker) lebt, ist ihr fremd. (Foto: Monika Rittershaus)

Romeo Castellucci aktualisiert "Daphne" von Richard Strauss über die Vergewaltigung einer Nymphe in Richtung Klimawandel.

Von Helmut Mauró

Musikalisch beginnt alles so scheinbar harmlos, wie es schließt. Die Holzbläsergruppe flötet fröhlich vor sich hin, der Blick weitet sich, das Herz wird warm, die Idylle ist perfekt. So hat sich das Richard Strauss für seine selten aufgeführte Oper "Daphne" auch vorgestellt. Eine antike Hirtenidylle, ein Schäferspiel, das in eine Tragödie mündet. Die Oper - Spätwerk eines Unpolitischen? - wurde 1938 an der Dresdner Semperoper uraufgeführt und könnte als ein Paradebeispiel von künstlerischem Eskapismus in politisch unerträglichen Zeiten durchgehen.

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Vera-Lotte Boecker im Porträt
:Sie kam, sie sang

Vera-Lotte Boecker ist nicht nur eine herausragende Sopranistin, sie spielt auch umwerfend - nun ist sie Richard Strauss' "Daphne" an der Berliner Staatsoper.

SZ PlusVon Egbert Tholl

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