Sharjah Art Foundation in Hamburg:Hier ist Misstrauen angebracht

Sharjah Art Foundation in Hamburg: Künstlerische Reflexionen über die verlorene Heimat: Nari Wards Skulptur aus Schuhbändern "We the People (Arabic Version)", 2018.

Künstlerische Reflexionen über die verlorene Heimat: Nari Wards Skulptur aus Schuhbändern "We the People (Arabic Version)", 2018.

(Foto: Sharjah Art Foundation Collection. Photo: Danko Stjepanovic)

Die Sharjah Art Foundation zeigt ihre Sammlung in den Hamburger Deichtorhallen. Eine Propaganda-Show?

Von Till Briegleb

Das moralische Problem im Umgang mit arabischen Öl- und Gasstaaten ist, dass sie auf Besucher wirken wie das Elysium der Wohlstandsfantasien, nur ohne Mitbestimmung. Das tückische Modell der Verführung zur Selbstentmündigung wirkt umso verlockender, je mehr die dortigen Herrscherfamilien ihr CO2-belastetes Geld in westlich orientierte Bildungsinstitutionen investieren und den hiesigen Moralvorstellungen halbwegs tolerant gegenüber sind. Der Science-Fiction-Autor William Gibson nannte dieses Staatsmodell einmal "Disneyland with Death Penalty".

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