Rohstoffmangel in der KulturbrancheGeist ohne Materie

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Plattenbau: Das Leipziger Musikhaus Kietz wurde schon mit Vinyl ausgekleidet, als die Kapazitäten in den Presswerken noch nicht so angespannt waren.
Plattenbau: Das Leipziger Musikhaus Kietz wurde schon mit Vinyl ausgekleidet, als die Kapazitäten in den Presswerken noch nicht so angespannt waren.
Christian Grube/imago

Scheinbar endlose Lieferzeiten, Papiermangel und rasant steigende Rohstoffpreise: Mit welchen Problemen Verlage und Plattenfirmen gerade zu kämpfen haben.

Von Leo Kilz

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Für manche beginnt der Genuss von Kultur schon, bevor das erste Wort gelesen, der erste Ton erklungen ist: der edle Buchrücken aus Leinen, der den Fingern schmeichelt. Folianten, die so herrlich knarzen. Das Knistern der Schutzhülle einer Schallplatte, das Knacken, wenn die Nadel aufsetzt. Anderen Menschen ist allein der Inhalt wichtig. Sie achten kaum auf solche Nebensächlichkeiten. Für beide Gruppen gilt: Das edle Design und die scheinbar selbstverständliche Verfügbarkeit von Büchern und Platten wird gerade von den Gesetzen des Marktes infrage gestellt.

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