Das, was über das altmexikanische Teotihuacan bekannt ist, stammt zuerst von den Azteken, der letzten bedeutenden Kultur Mexikos, die dann den europäischen Barbaren unter Hernando Cortez zum Opfer fiel und mit Kreuz, Feuer und Schwert niedergemacht wurde. Auf bisher nicht bekannte Weise brach im 7. Jahrhundert nach Christus die Kultur von Teotihuacan nach einem großen Brand zusammen. In der Glanzzeit im 5. und 6. Jahrhundert zählte sie mit über 160000 Einwohnern zu den größten Städten der Welt, etwa mit dem antiken Rom vergleichbar. Auch jetzt, obwohl längst Unesco-Welterbe, ist Teotihuacan wieder gefährdet, denn die rund fünfzig Kilometer entfernt liegende Metropolis Mexiko-Stadt bedroht mit rasendem Wachstum den archäologischen Bereich.

Die Sonnenpyramide vom Platz der Mondpyramide aus gesehen, Foto: Martirene Alcántara.

Bild: Consejo Nacional para la Cultura y las Artes - Instituto Nacional de Antropología e Historia, México 1. Juli 2010, 17:212010-07-01 17:21:52 © sueddeutsche.de/luc