Mexiko-Ausstellung in Berlin Stadt der Götter

Menschenzähne und Schlangenköpfe: Eine spektakuläre Ausstellung in Berlin zeigt Fundstücke aus der versunkenen Pyramidenstadt Teotihuacan.

Nichts wissen wir, wissen die Archäologen, möchte man nach dem Besuch dieser so großartigen wie Rätsel aufwerfenden Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau sagen. Was für Menschen erbauten diese gewaltige Stadt? Woher kamen sie, wohin verschwanden sie? Hatten sie eine Schrift? Immerhin fand man Zeichen und Glyphen. Wie transportierten sie die Baumaterialien für die riesigen Tempel und Prachtstraßen, ohne Tragtiere und ohne das Rad zu nutzen? Wie funktionierte die Gesellschaft? Reich und Arm gab es, die einfachen Leute wohnten in winzigen Räumen, während die Elite, Priester, Würdenträger und Krieger in prächtigen Residenzen lebte. War es ein Sklavenstaat, der mit harter Hand regiert wurde von Priesterkasten oder Alleinherrschern?

Skulptur eines maskierten Gottes Teotihuacan, Xolalpan Klassik, Xolalpan-Epoche (500-650 n. Chr.). Foto: Martirene Alcántara.

Bild: Consejo Nacional para la Cultura y las Artes - Instituto Nacional de Antropología e Historia, México 1. Juli 2010, 17:212010-07-01 17:21:52 © sueddeutsche.de/luc