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Literatur-Übersetzungen:"Eine gute Idee lässt sich nicht herbeizerren"

Der weltweite Hype um Elena Ferrantes Tetralogie führte dazu, dass mit jedem neuen Band der zeitliche Druck wuchs. "Wir übersetzen nicht für den Augenblick", sagt ihre Übersetzerin Karin Krieger.

(Foto: editione e/o, Suhrkamp, Europa Editions, folio, norstedts, samlaget; Tableau: SZ-Grafik)

Zu schnell, zu viel, zu schlecht bezahlt: Übersetzerinnen und Übersetzer von Autoren wie Elena Ferrante, Richard Ford und Jane Gardam erzählen aus ihrer Werkstatt.

Michelle Obama und Michel Houellebecq, Hanya Yanagihara, Paul Auster und andere amerikanische Großautoren: Immer häufiger müssen Übersetzer heute in Windeseile und nonstop arbeiten, damit internationale Bestseller möglichst zeitnah zum Original erscheinen können. Auch sonst sind die Arbeitsbedingungen für diese so zentrale Tätigkeit eher suboptimal. Wir haben namhafte Übersetzerinnen und Übersetzer gebeten, aus ihrer Werkstatt zu berichten. Wie ist das, wenn man aufgrund des Zeitdrucks zu mehreren übersetzen muss? Wenn in der Hektik immer neue Originalversionen geschickt werden, die man dann selbst abgleichen muss? Oder wenn man vor lauter Stress zu essen vergisst? Den Anfang macht Stephan Kleiner, der gerade erst Michel Houellebecqs neuen Roman "Serotonin" übersetzt hat.

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