Wissenschaftliche Publikationen waren seine Passion, sein bekanntester Verlag trug auch seinen Namen. Zum Tod des großen Buchmenschen und Netzwerkers Klaus G. Saur.
Wolfram Weimer
:Für wirklich jeden Spaß zu haben
In der „Bunten“ zeigt sich der Kulturstaatsminister verträumt auf einem Klavier liegend und mit seiner Frau auf einem Motorroller. Eine Lovestory zwischen Politik und Boulevard, wie sie große Tradition hat.
Medien
:Burda baut um
Das traditionsreiche Medienhaus muss schlanker werden, doch wechselnde Strategien verursachten Verwerfungen und personelle Abgänge. Nun gibt es einen Plan und einen neuen Manager.
Künstliche Intelligenz
:Dann fressen wir sie halt
Anthropic muss 1,5 Milliarden Dollar an Autoren zahlen, weil es deren Bücher illegal heruntergeladen hat. Aber das KI-Unternehmen hat schon eine neue, ziemlich rabiate Methode gefunden, um sein Supergehirn zu füttern.
Verlage
:Bastei Lübbe setzt auf Hörbücher zum Anfassen
Der börsennotierte Verlag hat lange gut verdient an romantischen Büchern für junge Frauen. Aber jetzt sinken die Umsätze. Wachstum soll auch eine neue Variante Hörbücher bringen.
Georg-Büchner-Preis
:Die Schatzgräberin der deutschen Literatur
Ihre schmalen, komischen historischen Romane galten die längste Zeit als Geheimtipp: Jetzt bekommt Christine Wunnicke den Georg-Büchner-Preis. Eine Entscheidung für ein wundersam unegomanisches Erzählen.
Physik
:Max Planck, ein Plagiator: ernsthaft?
Der Verlag Springer Nature hat zwei Aufsätze des berühmten Physikers zurückgezogen. Historiker sind empört. Hat etwa ein Bot die Artikel eigenmächtig entfernt?
Journalismus
:Holger Friedrich gibt Geschäftsführung seiner Medienholding ab
Der Berliner Verleger Holger Friedrich zieht sich in den Aufsichtsrat der Ostdeutschen Medienholding zurück, die hinter Publikationen wie der „Berliner Zeitung“ steht. Die neue Führung steht bereits fest.
Der neue Verlag Dimidium mundi
:Mit Büchern die halbe Welt fördern: die Frauen
Was verbindet Frauen weltweit? Unter anderem, dass sie gute Bücher schreiben. Zarifa Mamedova will mit ihrem Verlag Dimidium mundi die Lücken in der Literaturgeschichte füllen und den Kanon erweitern.
Literatur
:Eine solche Siegerin haben sie dort noch nie gesehen
Lena Schätte bekommt in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Der Jubiläumswettbewerb zeigt, was heute auf dem Spiel steht, wenn man von Literatur reden will.
Bildung
:Gebt den Kindern ihre Bücher
Das Bildungsministerium stellt bald die Förderung des Programms „Lesestart 1–2–3“ ein. Wie kommt man auf so eine Idee?
Medien
:Kapitulation nach sechs Monaten
Der Medienmanager Jan Wachtel sollte Führungsstärke bringen – jetzt verlässt er den Burda-Verlag schon nach einem halben Jahr. Hat Patriarch Hubert Burda nur Chaos hinterlassen?
Medien
:Burda-CEO Jan Wachtel verlässt Unternehmen wieder
Erst im Januar hatte er im Medienkonzern hinter „Bunte“ und „Focus“ angefangen. Seine Umbaupläne konnte er im Verwaltungsrat und bei den Verlagserben Jacob und Elisabeth Burda offenbar nicht durchsetzen.
Literatur
:Wie man Bücher liebevoll wegwirft
Es zerreißt einem das Herz, eine Privatbibliothek zu erben: ein ganzes Leben in Literatur. Aber sich im Zeitalter der Bildschirme die Wohnung voller Bücher stellen? Was tun?
Buchbranche
:Wer verdient noch Geld mit Literatur?
Während Einzelne für ihre Bücher hohe Vorschüsse kassieren, können sich viele das Leben als Schriftsteller kaum noch leisten. Eine aktuelle Debatte über Ungleichheit auf dem Buchmarkt, übersieht, was wirklich schiefläuft.
Literatur und KI
:Wer hat dieses Buch geschrieben?
Verlage warnen vor einem Tsunami der künstlich generierten Bücher. Gleichzeitig nutzen Autorinnen bereits künstliche Intelligenz für Plot, Dialoge und Lektorat. Wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und Täuschung?
Kulturpolitik
:Getrieben von der AfD
Stammt die Idee, Buchhandlungen und Verlage vom Verfassungsschutz überprüfen zu lassen, wirklich von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer? In Wahrheit stecken andere dahinter. Eine Rekonstruktion.
ExklusivDebatte
:Wir brauchen einen Aufstand des Gewissens
Warum ich nach der brutalen Absetzung des Grasset-Verlegers Olivier Nora durch den rechten Milliardär Vincent Bolloré keine Sekunde zögere zu gehen. Zu einem beispiellosen Skandal.
Verlagsbranche
:Wer will Winnetou?
Der Verlag, in dem über ein Jahrhundert lang exklusiv die Abenteuerromane von Karl May erschienen sind, steht zum Verkauf. Der wäre die letzte Chance, sonst ist bald Schluss mit einem Klassiker.
Literatur
:„Schmeißt ihn mir raus!“
Prominente Autoren wie Virginie Despentes und Bernard-Henri Lévy verlassen unter Protest den französischen Verlag Grasset, weil der rechtsidentitäre Multimilliardär Vincent Bolloré dort den erfahrenen Verleger entlassen hat. Seine politischen Ziele dabei sind klar.
Literatur
:Eine Million Euro für ein Buch? Ja, bitte
Der spanische Flughafenbetreiber Aena zeichnet einen Roman mit einer ungewöhnlich hohen Summe aus. Ist das unanständig? Im Gegenteil: Woran sich deutsche Unternehmen und reiche Kunstliebhaber ein Beispiel nehmen könnten.
Medien
:Springer kauft den „Telegraph“
Damit geht eine der ältesten Zeitungen Großbritanniens in deutschen Besitz über. Das sind die Hintergründe.
Leipziger Buchmesse
:Von Exil und Einsamkeit
Anja Kampmann, Ines Geipel, Helene Bukowski in der engeren Auswahl: Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest.
Buchmarkt
:Wo versteckt sich der Erfolg?
New Adult erobert den Buchmarkt, erwachsene Leser wollen niveauvoll unterhalten werden. Auf welche Ideen die Branche kommt, wenn nichts mehr gewiss ist: ein Besuch beim Aufbau Verlag.
Pressefreiheit in Deutschland
:„Eine Gefahr für die Gesellschaft insgesamt“
Wirtschaftlicher Druck und veränderte Lesegewohnheiten: Der Verleger Martin Balle und SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach diskutieren im Salon Luitpold in München die Frage, ob die Pressefreiheit in Deutschland unter Druck gerät.
Kulturpolitik
:Die potemkinsche Mediengruppe
16 Magazine, Agenturen und Verlage gehören nach eigenen Angaben zur Weimer Media Group. Ein Blick hinter die Fassade lässt dieses Gebilde schnell in sich zusammenfallen.
Journalismus
:Umbauten beim „Spiegel“
Einer geht, einer bleibt: Stefan Ottlitz verlässt den „Spiegel“-Verlag, Thomas Hass leitet das Unternehmen nun als alleiniger Geschäftsführer.
Mehr als 100 000 Euro Förderung
:Welche bayerischen Verlage Prämien bekommen
Von Sophie Scholls Tagebüchern bis zu chinesischer Science-Fiction: Zehn unabhängige Verlage in Bayern erhalten in diesem Jahr eine Verlagsprämie vom Freistaat.
Europäische Union
:Verfahren gegen Google wegen möglicher Benachteiligung von Verlagen
Brüssel verdächtigt den US-Konzern, Medien und Nachrichtenverlage in seinen Suchergebnissen zu benachteiligen. Bei einem Verstoß drohen Geldbußen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Todestag
:„Helmut Schmidt in Saft und Kraft“
Was hätte der Kanzler getan? Zwei Hamburger Zeitungen fragen, wie der vor zehn Jahren verstorbene Welterklärer, Herausgeber und Raucher unsere Krisen lösen würde. Doch die Ikonisierung kennt Grenzen.
Pressefreiheit
:Die Unabhängigkeit verkauft
In Ungarn wechselt das meistgelesene Online-Medium die Seiten: Der Schweizer Verlag Ringier hat den „Blikk“ abgegeben – nun gehört er einem Unternehmen, das Viktor Orbán treu ist.
Elke Heidenreich
:Jemand findet, ich soll das lesen
Zu viel, zu schlecht, zu überflüssig: Unsere Autorin versinkt in neuen Büchern und läuft Gefahr, die Lust am Lesen zu verlieren. Ein Wutausbruch.
Literatur
:„Diese Genres haben Menschen von Netflix zurückgeholt zum Lesen“
Retten New-Romance-Romane die Buchbranche? Hat anspruchsvolle Literatur noch eine Chance? Fragen an Karin Schmidt-Friderichs, scheidende Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und ihren Nachfolger Sebastian Guggolz.
Medien und Politik
:Der doppelte Weimer
Der Kulturstaatsminister und ehemalige Verleger habe sein Unternehmen „verlassen“, hieß es. Tatsächlich hält er nach wie vor 50 Prozent daran. Interessenkonflikte sind kaum vermeidbar.
Israel
:Der große Freund
Der Chef des Springer-Verlags, Mathias Döpfner, wird in Jerusalem mit der höchsten Ehrenmedaille Israels geehrt. Derweil beschäftigt die Justiz des Landes die Frage, wie eine „Bild“-Schlagzeile zum Gaza-Krieg zustande kam.
Kritik an Wolfram Weimer
:Reden kostet nichts
Der Kulturstaatsminister wird von der AfD angegangen, weil das Magazin „The European“ aus seinem Familienunternehmen ungefragt Politikerreden abdruckte, auch von Alice Weidel. Die drängendere Frage ist jedoch eine andere.
Frankfurter Buchmesse
:Ist der Kunst noch zu helfen?
Neben Romantik-Boom, KI und einer Handvoll Bestseller wird die Hochliteratur immer mehr zum Nischenprodukt. Beobachtungen von einer Messe, auf der die Büchermenschen ratlos sind – aber nicht verzweifelt.
Literatur und Kunstfreiheit
:Die Räume werden enger
Wie viele Romane oder Romanpassagen werden nie gedruckt, weil Juristen vorher einschreiten? Ein Blick in die Welt der Verlagsjustiziare, die immer wichtiger wird in einer veränderten Öffentlichkeit.
Was der neue Allee Verlag plant
:Ein Verlag für die Vielfalt Europas
Veronika Siska hat den Allee Verlag in München gegründet, der sich für literarische Stimmen aus unterrepräsentierten Sprachen Europas einsetzt. Zeugt das von Mut oder Übermut?
Buchhandel
:Derzeit nicht verfügbar
Ausgerechnet zum Start der Messe in Frankfurt sind erfolgreiche Bücher wie das der Buchpreis-Gewinnerin kurzzeitig nicht lieferbar: Die Druckereien sind zu schlecht besetzt. Wie Verlage mit der Situation umgehen und was das für die Leser bedeutet.
Michael Krüger
:„Ich würde gerne als Krähe wiedergeboren werden“
Michael Krüger blickt auf ein Leben mit Dichtern und Gedichten zurück, die er verlegte oder selbst schrieb. Ein Gespräch mit dem polnischen Lyrikerkollegen Tadeusz Dąbrowski über die flüchtigste und kostbarste aller Kunstformen.
Börsenverein
:Der Spitzenvertreter der Buchbranche
Wer ist Sebastian Guggolz, der neu gewählte Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels? Als Gründer eines Berliner Kleinverlags ist ihm schon Unwahrscheinliches gelungen.
Berenberg Verlag
:Der kleine Gewichtheber
Berenberg, einer der feinsten Buchverlage Deutschlands, muss schließen – obwohl ein Titel des Hauses aktuell auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises steht.
Emmanuel Carrère
:Dafür sollte er endlich den Prix Goncourt bekommen
Erneut macht Emmanuel Carrère aus einem Stück seiner eigenen Geschichte fabelhafte Unterhaltung: Gerade ist in Frankreich „Kolkhoze“ erschienen, ein Buch über das Leben seiner Eltern.
Zeitungsverlage
:Kinder, hier gibt’s was umsonst
Wie bringt man junge Menschen dazu, sich mehr bei Qualitätsmedien zu informieren? Norwegen erprobt ein neues Modell: Anfixen für lau.
Literatur
:Es ist jetzt seine Welt
Er findet seine Stimme erst noch und erzählt doch schon von einem ganzen Jahrhundert: Auf einen Eistee in Zürich mit Nelio Biedermann, dessen Roman „Lázár“ die erstaunlichste Entdeckung der Saison ist.
Caroline Wahl
:Die junge Frau und der fiese Chef
In ihrem dritten, extrem smarten Roman „Die Assistentin“ erzählt die Bestsellerautorin Caroline Wahl von einem betreuungsintensiven Verlagsleiter. Aber vor allem von ihrer Heldin, die keine Lust hat, ihm zu dienen.
Prominente
:Wochenend und Sonnenschein
Der mediale Sommer von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hätte ausgesprochen unpolitisch sein können. Dann vergleicht sie ein rechtspopulistisches Portal mit einer linken Tageszeitung.
Jubiläumsjahr
:Thomas Mann für jedes Bedürfnis
Von der Strandlektüre bis zum schweren Band für die Handbibliothek: Zum Thomas-Mann-Jubiläumsjahr gibt es wichtige neue Bücher.
Genre-Literatur
:Jetzt auch ohne Schweinefleisch
Jugendliche Leserinnen lieben die Zeitreise-Romanzen der „Edelstein-Trilogie“ von Kerstin Gier. Jetzt hat die Autorin neue Fassungen auf den Markt gebracht: woker, vegetarischer, mit neuem Ende. Sind die noch der Liebe wert?