Kabarettistin Lisa Eckhart:Die Grenzzieherin

Lesezeit: 8 min

Lisa Eckhart

Lisa Eckhart: "Fassen Sie mir an die Brüste - aber duzen Sie mich nicht."

(Foto: Franziska Schrödinger)

Österreichische Künstler, sagt man, sind so oft einzigartig, weil sie gegen die Enge des Landes anspielen. Ein Treffen mit der Kabarettistin Lisa Eckhart, die sich der radikalen Distanz verschrieben hat.

Von Jakob Biazza

Die Grenze ist schnell überschritten. Lisa Eckhart hat noch nicht wieder richtig am Tisch Platz genommen, vielleicht vier Meter von der Tür entfernt, an der sie eben noch empfangen hat, da ist es schon passiert. Man befindet sich in der Wohnung, die das Lustspielhaus, eine der guten Kabarett-Adressen in München, seinen Künstlern stellt. Es gibt eine Wohnküche mit Holzbank und Tisch und auch ansonsten Möbel, die um die Jahrtausendwende herum wohl als zweckdienlich galten. Und man darf rauchen. Es hängt also viel Nebel in der Luft und ein Hauch von Studenten-WG, und der Reporter war in diese Szenerie hineingetölpelt mit der Frage an die Kabarettistin, ob man sich denn duze - was ja eher keine Frage ist, sondern bei zehn Jahren Altersunterschied eine milde Nötigung. Wie soll man darauf schon antworten?

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
SZ-Magazin
Frauen
»Ich finde die Klischees über Feministinnen zum Kotzen«
Trainer practicing squats with male and female clients in park; Sport Fitness Ernährung
Gesundheit
"Wer abnehmen möchte, sollte das nicht allein über Sport versuchen"
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Beautiful redhead with dog; single
Liebe und Partnerschaft
»Manche Menschen haben große Angst, allein zu sterben«
Zur SZ-Startseite