Kurzkritiken zu den Kinostarts der WocheMächtig geheim

"Die Pinguine aus Madagascar" enthüllen auf einem famosen Solotrip ihre wahre Identität. Und die spannende Dokumentation "The Green Prince" zeigt, wie der Sohn eines Hamas-Gründer die Terrorgruppe für den israelischen Geheimdienst ausspionierte. Für welche Filme sich der Kinobesuch lohnt - und für welche nicht.

Von den SZ-Kinokritikern

Auf das Leben!

Eine kleine Studie über die Leere und die Fülle. Die Leere, das ist der junge Max Riemelt, er fängt an, sich um die alte Hannelore Elsner zu kümmern, die aus ihrer Wohnung geworfen wurde und Selbstmord versuchte - eine jüdische Cabaret-Sängerin, ihr Leben randvoll mit den Schrecken des 20. Jahrhunderts. Die Leere der großen Stadt inszeniert Uwe Janson erschreckend rigide, die Rückkehr zur Fülle kommt, als Riemelt einen Filmprojektor bei Elsner entdeckt und aufbaut, mit einem Erinnerungsfilm konfrontiert wird. Von Fritz Göttler

Bild: dpa 27. November 2014, 14:542014-11-27 14:54:09 © SZ vom 27.11.14/danl