Ausstellung "Geniale Frauen" in Hamburg:Ein Atelier für sich allein

Ausstellung "Geniale Frauen" in Hamburg: Eine der ersten Darstellungen dieser Art: Catharina van Hemessens "Selbstbildnis an der Staffelei" (1548)

Eine der ersten Darstellungen dieser Art: Catharina van Hemessens "Selbstbildnis an der Staffelei" (1548)

(Foto: Kunstmuseum Basel)

Die Ausstellung "Geniale Frauen" im Bucerius Kunst Forum holt die Werke von Künstlerinnen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert aus dem Schatten der männlichen Kollegen.

Von Till Briegleb

Vermutlich war es für eine Frau vor dem 20. Jahrhundert einfacher, Herrscherin über Russland, Österreich oder England zu werden als Mitglied in einer Malergilde. Neben dem christlichen Moraldiktat, das Frauen auf die drei Ks beschränkt sehen wollte, also Kinder, Küche, Kirche, bewirkte der völlige Mangel an Ausbildungsinstitutionen, die Frauen aufnahmen, eine patriarchale Exklusivität in allen Berufen, wie sie heute den Vorstellungen der Taliban entspräche. Bewies sich eine Frau als großes Talent, dann verhinderten zahllose Vorschriften und Normen ihr Vorankommen, von der Finanzhoheit des Ehemanns bis zu Problemen, allein zu reisen.

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