Kultur in der Corona-Krise:"Aber diese Zahlen ..."

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Kultur in der Corona-Krise: Die Münchner Kammerspiele müssen in diesem Jahr mit zwei Millionen Euro weniger an Geld auskommen. Auch andere Kultureinrichtungen sind von den Sparmaßnahmen der Stadt betroffen.

Die Münchner Kammerspiele müssen in diesem Jahr mit zwei Millionen Euro weniger an Geld auskommen. Auch andere Kultureinrichtungen sind von den Sparmaßnahmen der Stadt betroffen.

(Foto: Stephan Rumpf/SZ Photo)

Eine Drohung schwebt über der Kultur Münchens: Eine Etatkürzung um 6,5 Prozent. Mehrere Jahre hintereinander. Das wird an die Substanz gehen.

Von Alex Rühle

Anton Biebl hat sich seinen Start als Münchner Kulturreferent ganz anders vorgestellt, ja, das was er jetzt verwalten und durchsetzen muss, lag für ihn bislang jenseits aller Vorstellungen. Biebl ist seit 1991 in der Münchner Stadtverwaltung tätig, hat in dieser langen Zeit schon einige knifflige Konsolidierungsrunden erlebt, "aber diese Zahlen ..." Er schaut auf den großen Konferenztisch in seinem sonnendurchfluteten Büro in der Burgstraße und hält erstaunt inne, als tue sich im Furnier gerade ein canyontiefer Riss auf. Es ist fast schon komisch, dass er im nächsten Satz betont, es sei "momentan noch alles sehr in Bewegung", so als suche er hier oben, im vierten Stock des Kulturreferats, selbst gerade verzweifelt nach festem Grund.

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