Es gibt viele Geheimgruben im Dorf Kákásd in der ungarischen Provinz. Manche sind vier- oder fünfhundert Jahre alt. Angelegt wurden sie in Zeiten des Krieges, wenn es für die Dörfler galt, das eigene Hab und Gut und notfalls sich selbst vor dem Zugriff der Macht zu verbergen. Im Sommer 1944 öffnet der Bauer János Garas die Geheimgrube auf seinem Hof. Die deutsche Wehrmacht hat im Frühjahr Ungarn besetzt. Julka, die Frau, mit der er zusammenlebt, ist von der Deportation bedroht. Die Grube bewährt sich als Versteck. Die Schrecken dieses Sommers sind damit aber nicht gebannt.
ExilliteraturDas vergessene Buch
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Die englische Übersetzung von János Székelys "Eine Nacht, die vor 700 Jahren begann" lag Jahrzehnte in Kartons. Jetzt wird die Geschichte auf Deutsch entdeckt. Aber wo ist das Original?
Von Lothar Müller
