Iran:Nehmt unsere Haare, aber wir nehmen uns die Freiheit

Iran: Noch vor Kurzem undenkbar - und immer noch riskant: Eine junge Frau steht ohne das vorgeschriebene Kopftuch vor dem Azadi-Turm (Freiheitsturm) in Teheran.

Noch vor Kurzem undenkbar - und immer noch riskant: Eine junge Frau steht ohne das vorgeschriebene Kopftuch vor dem Azadi-Turm (Freiheitsturm) in Teheran.

(Foto: Anonymous/dpa)

Der Tod von Jina Mahsa Amini vor einem Jahr hat eine beispiellose Protestwelle ausgelöst - gegen den Kopftuchzwang. Warum sich heute viele iranische Männer mit den Frauen solidarisieren.

Gastbeitrag von Katajun Amirpur

Kurz vor dem Jahrestag des Todes von Jina Mahsa Amini hat die Islamische Republik Iran eine neue Offensive gegen Frauen und Feministinnen begonnen. Am 16. August wurden mindestens acht Iranerinnen in der Provinz Gilan festgenommen, Sicherheitskräfte stürmten Wohnungen von Aktivistinnen und Bürgerinnen in vier Städten und nahmen die Bewohnerinnen mit. Seit September vergangenen Jahres hat das Sicherheits- und Justizsystem die Unterdrückung von Frauenrechtsaktivistinnen drastisch verschärft. Viele von ihnen wurden mehrmals verhaftet und zu langer Haft und schweren Zusatzstrafen wie Ausreise- und Berufsverboten oder sogar zu Kontaktverboten verurteilt.

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