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Interview:Pokern ohne Karten

Robert Harris

"Der Brexit ist eine komplette Bankrotterklärung der britischen Politik", findet Robert Harris.

(Foto: dpa)

Ein Gespräch mit dem britischen Bestseller-Autor Robert Harris über seinen neuen Roman "München", die "Appeasement"-Politik Neville Chamberlains und die Lage in England nach der Brexit-Entscheidung.

Interview von Alexander Menden

Robert Harris empfängt den Besucher am Bahnhof des kleinen Örtchens in West Berkshire, in dem er lebt. Hier, in seinem Haus am Fluss, produziert der 60-Jährige seit Jahren verlässlich einen Bestseller nach dem anderen. In "München", seinem jüngsten Werk, hat er sich - nach Ausflügen in die römische Antike, das französische Fin de Siècle und den Vatikan - wieder einmal dem Zweiten Weltkrieg zugewandt. Es geht um das Münchner Abkommen vom 29. September 1938, mit dem die Sudetenkrise beigelegt werden sollte, und von dem der damalige britische Premier Chamberlain mit dem Versprechen heimkehrte, den "Frieden für unsere Zeit" gesichert zu haben.

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