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Hamburger Sommerfestival:Letzte Poeten

Kampnagel

Bezwinge den Rodeo-Bullen! In Florentina Holzingers Stück „Apollon“ geht es um Sexismus und weibliche Selbstermächtigung.

(Foto: Radovan Dranga)

Nacktheit, Blut und Nebel: Das Hamburger Sommerfestival sucht die Grenzüberschreitung - mit weiblicher Selbstverletzung ebenso wie mit einer "Konferenz zur Weltpolitik".

Von Till Briegleb

Freiheit und Identität haben gerade eine anstrengende Beziehung. Nicht nur in der politischen Arena, wo sich Menschen beschimpfen, weil die einen frei bestimmen wollen, wie sie leben, während die anderen verlangen, dass alle bitte so werden wie sie, nämlich heimatdeutsch, oder abhauen. Beim Programmieren eines Festivals verlangt diese gegensätzliche Option Vielfalt oder Profil. Ist die größtmögliche Spannbreite an Inhalten und Formaten wirklich begrüßenswert oder sollte ein Festival vielleicht doch eine Seele haben, wie ein guter, verlässlicher Freund?

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