Als Kleist die so entstandene, in vielen Details bedrückend authentische Biografie aus dem Zentrum der Hölle in die Hände bekam, waren die quälenden Bilder, die Hertzko, der Boxer, fast bis in sein 80. Lebensjahr mit sich herumgetragen hat, allesamt verbalisiert, nur noch über Texte nachvollziehbar.

Kleist erkannte das enorme visuelle Potenzial, das in diesen Beschreibungen auf seine Erweckung wartete, und machte sich an eine Rekonstruktion, indem er die vom Sohn in einen zeitlichen Zusammenhang gebrachten Lebenserinnerungen ins Medium des Comics zu übersetzen und als Graphic Novel nachzuerzählen begann.

Bild: Carlsen Verlag 27. Juli 2012, 15:122012-07-27 15:12:05 © Süddeutsche Zeitung vom 27.07.2012/pak