Der Fall des Kommunismus Ende der Achtzigerjahre ließ ein politisches Vakuum zurück, das zu einem vermehrten Aufkommen ethnonationalistischer Strömungen führte. In diesem Zeitraum wurden Denkmäler, die kommunistische Traditionen verkörperten, häufig zerstört. Im Bereich der Denkmalskunst wandten sich die Nationalisten stattdessen der Vergangenheit zu - in Form figurativer Abbildungen von Königen und Feldherren.

Im Bild: Die 1997 in Tomislavgrad, Bosnien-Herzegowina eingeweihte "König Tomislav-Statue", die den Herrscher des Kroatischen Königreichs im 10. Jahrhundert abbildet, ist den Gefallenen der "König Tomislav-Brigade" gewidmet. Die Brigade wurde als Truppe des Kroatischen Verteidigungsrates gegründet.

Bild: Marko Krojač 22. März 2014, 10:362014-03-22 10:36:54 © SZ.de/pfn