Filmstarts der WocheWelche Filme sich lohnen und welche nicht

Der Berlinale-Gewinner "Synonymes" ist kraftvoll und politisch. Unglaubwürdig wirkt dagegen "Hot Air" mit Steve Coogan als verlogenem Radiomoderator.

Von den SZ-Kinokritikern

Diego Maradona

Gut möglich, dass der Film komplizierter war als der Sieg Argentiniens im WM-Finale 1986 gegen Deutschland. Das Ergebnis ist La-ola-würdig. Schon deshalb, weil die Doku nicht urteilt, aber neben Maradonas Triumphen auch die Schattenseiten des Argentiniers beleuchtet: das Kokain, den unehelichen Sohn, die Camorra-Verwicklungen, den Hass der Fans, die Doping-Sperre. Als Meister des Verdichtens erweist sich einmal mehr der britische Oscar-Regisseur Asif Kapadia ("Amy"). Aus 500 Stunden alten Privataufnahmen ist eine mitreißende Bilderreise entstanden, die dem Mythos des Fußballstars gerecht wird: "Ein bisschen tricksen und überragend spielen", wie ein Sportjournalist analysiert. Von Bernhard Blöchl

Bild: dpa 5. September 2019, 09:382019-09-05 09:38:24 © SZ.de/asä/nvo