Die Blumen von gestern

Lars Eidinger ist schon wieder reichlich durchgeknallt. Ein Holocaustforscher, der keinen Spaß versteht, wenn jemand seinen Job nicht ernst nehmen will. Ein persönliches Trauma spielt bei ihm mit, ein Familientäterroman, wie auch beim Regisseur Chris Kraus. Der Film kann - und will - nerven, wenn Kraus, wie man das aus seinen anderen Filmen kennt, seine Schrauben immer noch eine Windung weiter dreht. Der Film kann bezaubern, wenn Adèle Haenel ins Spiel kommt, das Opferkind, und versucht, den Forscher Totila zu kurieren. Von Fritz Göttler

Bild: © Edith Held / Four Minutes Filmproduktio 12. Januar 2017, 16:442017-01-12 16:44:41 © SZ.de/alpi