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"Die letzten Tage der Menschheit" in Wien:Weltkrieg in der Serbenhalle

„Die grellsten Erfindungen sind Zitate“: In der riesigen Serbenhalle dient ein Waggon auf Eisenbahnschienen als fahrbare Bühne. Auch die Zuschauer fahren schon mal in Wagen hinaus an die „Front“.

(Foto: Sebastian Kreuzberger)

Karl Kraus, all inclusive: Paulus Manker inszeniert in Wiener Neustadt "Die letzten Tage der Menschheit" als Theater-Event. Mit einem Eisenbahnwaggon geht es an die Front. Und es gibt eine Schlacht am Buffet.

Von Wolfgang Kralicek

Zum Weltuntergang? Beim Lidl-Markt links abbiegen, nach der BP-Tankstelle nochmals scharf um die Ecke - und schon ist man da. Hier, in der Industriezone von Wiener Neustadt, 40 Kilometer südlich von Wien, steht die sogenannte Serbenhalle, in der der Wiener Regisseur und Schauspieler Paulus Manker "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus inszeniert. Die 300 Meter lange Serbenhalle heißt deshalb so, weil sie ursprünglich in Serbien stand. 1943 haben die Nazis sie demontiert, in 400 Waggons nach Wiener Neustadt transportiert und dort von KZ-Häftlingen wieder aufbauen lassen. In der Halle wurden ein paar Monate lang V2-Raketen gefertigt, ehe die Produktion in bombensicherer gelegene Werke verlegt wurde.

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