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Die CDs der Woche - Popkolumne:Friends

Noch eine überraschende Materialisierung: Die junge New Yorker Band Friends trat Anfang März in Berlin auf, im Pop-up-Store des Kleiderversandhauses Zalando. Pop-up-Stores, die wie blinkende Kunstpilze aus dem Boden ploppen, bedeuten: Geschäftsmodelle, die ins Internet abgewandert sind, wandern von dort wieder in die stoffliche Welt zurück.

Die New Yorker Band Friends, die im März 2012 in einem Berliner Pop-up-Store gegen den extralauten Massen-Chat anspielten.

(Foto: Friends)

Und die Friends, notorische Social-Media-Lieblinge, machen es an diesem Abend genau so. Drängeln sich zu fünft auf die Bühne, spielen gegen den extralauten Massen-Chat an, den die geladenen Weißwein-Gäste führen. Verwandeln die virtuelle Energie ihres MP3-Gummitwist-Pop in messbare Hitze. Sängerin Samantha Urbani, auch längst Modeikone, geht los, um Zuschauer anzufassen. Selten wurde man von Avataren so körperlich bedrängt, aber es ist gut.

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