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Die CDs der Woche - Popkolumne:Entgegen allen Pop-Gesetzen

Lana del Rey

Lana Del Rey wird bald ein neues Album veröffentlichen

(Foto: Nicole Nodland/Universal Music)

Lana Del Rey frönt auf ihrer kommenden Single "West Coast" nuschelnd dem Retro-Wahn und und macht sich dabei überraschend gut. Außerdem gibt es Neues von Atmosphere und Chet Faker. Die Popkolumne - zum Lesen und Hören.

Mit Schmollmund und Schlafzimmerblick elegisch-nuschelnd eine Vergangenheit beschwören, die es so nie gegeben hat - seit ihrer 2011 erschienenen Single "Video Games" und dem folgenden Debütalbum "Born To Die" ist die Sängerin Elizabeth Woolridge Grant alias Lana Del Rey die unbestrittene Königin dieser Disziplin. Aber entgegen allen ewig gültigen Pop-Gesetzen ist die erste Single "West Coast" ihres alsbald erscheinenden zweiten Albums "Ultraviolence" wirklich gut. Obwohl sich am schläfrig-verschleppten Retro-Wahn dieser Musik eigentlich nichts geändert hat. Es reichte offenbar, Dan Auerbach von den Black Keys als Produzenten anzuheuern.

Den Songtext der Woche serviert das Indie-Hip-Hop Duo Atmosphere aus Minneapolis auf seiner neuen Single "Kanye West". Rap ist groß geworden mit der Haltung, dass aus demonstrativer Gleichgültigkeit Stärke erwächst. Mit Verweis auf den Heißsporn West und dessen notorisch sensibles Gespür für Ungerechtigkeit, insbesondere wenn es um die vermeintliche Missachtung seiner eigenen Einzigartigkeit geht, rappt Atmosphere jetzt: "Put your hands in the air like you really DO care, oh yeah / Put your hands up like you give a damn and a fuck, put 'em up, put 'em up".

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