Suntory Hall, Tokio

In der 1986 eröffneten Suntory Hall sind die Sitzblöcke nach dem Weinberg-Prinzip angeordnet und erinnern an die Münchner Philharmonie am Gasteig von 1984. Der Konzertsaal in Tokio wurde selbst als akustisch integrierendes Musikinstrument verstanden: Selbst das leiseste Pianissimo sollte noch von jedem Winkel des Raumes hörbar sein. Das ist in der Regel leichter, als die Klangmasse einer Bruckner-Symphonie balanciert in Zaum zu halten, ohne Verzerrungen und ungewollte Interferenzen.

Auch wenn man das oft nicht sieht: Die Wahl der Materialen für Wandverkleidung, Sitzbespannung und selbst für den Fußboden spielt dabei eine große Rolle. Weiche Hölzer, heute oft aus Feuerschutzgründen verboten, setzen historische Säle dabei in Vorteil. Für die Suntory Hall hat man viel mit geeigneten Materialien experimentiert und ein Optimum erreicht.

Bild: nesnad / CC-by-sa-3.0 9. Februar 2015, 15:372015-02-09 15:37:03 © SZ.de/cag/zig/liv