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Brauchtum - Mainz:Auch Mainz und Trier sagen Weihnachtsmärkte ab

Brauchtum
Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz. Foto: Alexander Heimann/Stadt Mainz/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Mainz/Trier (dpa/lrs) - Nach einer ganzen Reihe anderer rheinland-pfälzischer Städte haben jetzt auch Mainz und Trier ihre Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie abgesagt. "Angesichts der hohen Inzidenzzahl in der Landeshauptstadt können wir eine Eröffnung des Weihnachtsmarktes nicht ruhigen Gewissens verantworten", teilte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Freitag in Mainz mit. Die Absage sei unumgänglich, auch die Schausteller bräuchten Planungssicherheit, betonte Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU). OB Ebling ergänzte: "Dass wir alle dies sehr schweren Herzens tun, muss nicht gesondert betont werden."

Zuletzt war in Mainz noch ein auseinandergezogener, auf die gesamte Innenstadt verteilter Markt in Betracht gezogen worden. Zwei Sprecher der Schausteller sagten nach der Absage einer Mitteilung zufolge: "Die Entscheidung stimmt uns als Schausteller in der aktuellen Situation natürlich traurig, aber wir tragen diesen Beschluss mit Blick auf das aktuelle Geschehen voll und ganz mit."

Die Arbeitsgemeinschaft Trierer Weihnachtsmarkt bedauerte die Entscheidung, zeigte aber nach Angaben der Stadt Trier großes Verständnis. Ordnungsdezernent Thomas Schmitt (CDU) sagte: "Wir haben mit guten Hygienekonzepten alles getan, um Weihnachtsmärkte unter Pandemiebedingungen möglich zu machen." Angesichts der derzeit hohen Fallzahlen stehe man aber voll hinter den Bund-Länder-Beschlüssen zur Kontaktreduzierung.

In den vergangenen Tagen hatten unter anderem Koblenz und Kaiserslautern bereits ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. In Ludwigshafen verschoben die Veranstalter den "Winterzauber"-Markt, der am 6. November beginnen sollte. Geprüft wird demnach, ob das Spektakel zum Beispiel am 1. Dezember starten kann.

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