Oper in München:Billigpuff, Betongarage, Blumenfeld

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Oper in München: Zwei Liebeslehrer (Christian Gerhaher, Mitte, sowie rechts von ihm Sandrine Piau) versuchen, zwei Liebespaare auseinanderzubringen.

Zwei Liebeslehrer (Christian Gerhaher, Mitte, sowie rechts von ihm Sandrine Piau) versuchen, zwei Liebespaare auseinanderzubringen.

(Foto: WilfriedHösl/Bayerische Staatsoper)

Die Bayerische Staatsoper zeigt eine wundervoll leichte Version von Wolfgang A. Mozarts Liebesexperiment "Così fan tutte".

Von Reinhard J. Brembeck

Dann wird geklettert. Regisseur Benedict Andrews - sein grandioser Film "Seberg" machte ihn vor drei Jahren berühmt - lässt sich dafür eine kahle Betongarage hinstellen mit versiffter Matratze und SUV. Auf dem klettern dann die zwei verliebten jungen Frauen virtuos herum, während ihre Lover es ihnen nur ungelenk nachmachen. So geht Upper-Class-Liebeskomödie heute. Musik und Text stammen allerdings von dem Erfolgsduo Wolfgang A. Mozart & Lorenzo Da Ponte. Ihre "Così fan tutte" ist 232 Jahre alt und eine intellektuell zynische Liebesschulung voll raffinierter Psychologie und frauenfeindlichen Sprüchen, die in der Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper in München in all ihrer Fragwürdigkeit vorgeführt werden.

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