Ausstellungen - Altenburg:"Am Anfang war das Spiel": Ausstellung in Altenburg

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Altenburg (dpa/th) - In die Welt der Brettspiele entführt die diesjährige Weihnachtsausstellung im Residenzschloss Altenburg. Die Sonderschau "Am Anfang war das Spiel" spürt ab diesem Sonntag der Geschichte der Gesellschaftsspiele von der Antike bis in das digitale Zeitalter nach, sagte Kurator Toni Janosch Krause am Freitag. Brettspiele seien Kulturgüter und ein Spiegel ihrer Zeit.

Die ersten Brettspiele sind laut Krause 3000 Jahre alt und als Beigaben in ägyptischen Gräbern entdeckt worden. In Altenburg werden rund 50 Brettspiele vorgestellt. Darunter sind nach Museumsangaben auch Repliken der Spiele "Senet" aus Ägypten und des "Königlichen Spiels von Ur" aus Mesopotamien. Beide gehören zu den frühesten bekannten Spielen und rücken die Lebensreise des Menschen in die Götterwelt in den Mittelpunkt.

Besucher treffen in der Schau aber auch auf beliebte Klassiker wie das auf einem altindischen Spiel basierende "Mensch ärgere Dich nicht" oder "Monopoly", das einst als antikapitalistisches Spiel entwickelt worden war.

Die bis zum 6. März zu besichtigende Ausstellung zeigt einen Querschnitt der 30.000 Spiele umfassenden Sammlung der Familie de Cassan aus Österreich. Das Altenburger Spielkartenmuseum hat diese nach eigenen Angaben 2019 als Leihgabe übernommen. In der Ostthüringer Residenzstadt wurde vor mehr als 200 Jahren das Skatspiel erfunden.

© dpa-infocom, dpa:211126-99-152485/2

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