Am vergangenen Dienstag hatte Laurie Halse Anderson die Lacher auf ihrer Seite. Anlässlich der Bekanntgabe des Astrid Lindgren Gedächtnispreises, kurz ALMA, auf der internationalen Kinderbuchmesse in Bologna fragte die frisch gekürte Gewinnerin vorsichtshalber nach: "Are you sure?". Gerade hatte sie am Telefon über den live aus Stockholm übertragenen Anruf der Juryvorsitzenden Boel Westin erfahren, dass die Wahl aus den 251 nominierten Persönlichkeiten und Organisationen aus 64 Ländern auf sie gefallen war. Mit rund 450 000 Euro dotiert zählt der ALMA zu den bedeutendsten internationalen Preisen, den die Kinder- und Jugendliteratur zu vergeben hat - und ja, die Jury war sich sicher: Sie zeichnet die 1961 im US-Staat New York geborene Autorin aus, weil sie mit ihren Büchern dem nachfolge und gerecht werde, was Astrid Lindgren stets gefordert, mit ihrem Werk bewiesen und in einem einzigen Satz auf den Punkt gebracht hat: "Kinder haben ein Recht auf große Geschichten."
Astrid-Lindgren-Preis 2023:Gerne drastisch
"Are you sure?" fragte die US-amerikanische Autorin Laurie Halse Anderson, als sie am Telefon erfuhr, dass sie mit dem Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis ausgezeichnet wird.
(Foto: Lars Schroder/dpa)Ihre Bücher sind drastisch, voll starker Gefühle: Zu Laurie Halse Anderson, die mit dem Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet worden ist.
Von Christine Knödler
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