bedeckt München
vgwortpixel

Annie Ernaux:Schreiben ist der letzte Ausweg

die französische Schriftstellerin Annie Ernaux und die Schauspielerin Hannelore Hoger l r liest a

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux (l.) wurde in den letzten Jahren in Deutschland wiederentdeckt.

(Foto: imago images / Horst Galuschka)

Annie Ernaux begann nach dem Tod ihres Vaters zu schreiben. In ihrem Buch "La place" erforscht sie die Entfremdung von ihm und ihre Kindheit in einem Milieu, in dem abgetraft wird, wer abweicht.

Es war ein schmales Buch, es erschien 1986 im Bertelsmann-Verlag mit dem Titel "Das bessere Leben" und stammte von einer gewissen Annie Ernaux, 46 Jahre alt, damals in Deutschland völlig unbekannt. In Frankreich war sie für "La place", so der Titel des Originals, zwei Jahre vorher mit einem der wichtigsten französischen Literaturpreise ausgezeichnet worden und hatte damit nach drei Romanen nationale Bekanntheit erreicht. Genau dieses Buch, mit dem sich Ernaux programmatisch zu einer neuen Schreibweise bekannte und vom Roman abwandte, ist jetzt in der neuen Übersetzung von Sonja Finck unter dem Titel "Der Platz" wieder veröffentlicht worden, dieses Mal vom Suhrkamp-Verlag.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Corona-Pandemie
Die Kehrseite der Urbanisierung
Teaser image
Psychologie
Kann man Selbstdisziplin lernen?
Teaser image
Schlagfertigkeit im Gespräch
"Entscheidend ist nicht, originell zu kontern, sondern überhaupt zu kontern"
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Nationalsozialismus
Die letzte Nummer
Zur SZ-Startseite