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"Angela I." in Bremen:Polit-Gassenhauer

Angela Merkel (Silke Buchholz) mit ihrem Fahrer (Markus Seuß).

(Foto: AFP)

Deutschland nach der Merkeldämmerung: Die Bremer Shakespeare Company spielt "Angela I." - ein Stück über die Kanzlerin und deren Rückkehr in naher Zukunft.

Von Anton Rainer

An ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt, ist Angela Merkel kaum wiederzuerkennen. Wankend entsteigt sie dem Bundestagsfundus, wo sie seit ihrer Abdankung zwischen Daimler-Paketen und Reichsbürger-Radio haust. Stammelt wirre Sätze und stolpert naiv staunend ins Licht. Sie ist wieder da, aber ist sie es auch? Zwei Hände, eine geometrische Figur, die Probe aufs Exempel: Erst mal die Konsensraute bilden. Ganz langsam hebt Merkel die Arme, es soll zusammenkommen, was zusammengehört - doch ihre Hände patschen einfach daneben. Nicht mal ein Dreieck kriegt sie mehr hin, geschweige denn einen Rhombus. Die Welt ist aus den Fugen.

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