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Tarife - Wiefelstede:Mitarbeiter im Großhandel erhalten drei Prozent mehr Geld

Hannover (dpa/lni) - In den Tarifverhandlungen des niedersächsischen Groß- und Außenhandels haben sich die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite in der dritten Verhandlungsrunde geeinigt. Die Gehälter und Löhne der mehr als 120 000 Mitarbeiter steigen rückwirkend zum 1. Juli 2019 um 3,0 Prozent, wie der Unternehmensverband AGA am Freitag in Hannover mitteilte. Zum 1. Juni 2020 ist ein weiteres Plus von 1,9 Prozent vorgesehen. Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. August 2019 und zum 1. August 2020 um jeweils 70 Euro.

Die Gewerkschaft Verdi hatte eine Laufzeit von einem Jahr gefordert, setzte sich damit aber nicht durch. "Ein Abschluss über nur ein Jahr kam für uns nicht in Frage. Mit einer Laufzeit von zwei Jahren können die Unternehmen zukunftssicher planen", sagte Jürgen Korthals, Leiter der AGA-Tarifkommission, laut einer Mitteilung.

"Mit dem Tarifergebnis konnten wir gegen den erbitterten Widerstand der Arbeitgeber eine spürbare Lohnerhöhung durchsetzen", teilte Verdi-Verhandlungsführer David Matrai am Abend mit. "Dies ist das Verdienst aller, die sich an den Streiks und Aktionen beteiligt haben." Leider hätten aber insbesondere für untere Einkommen keine deutlicheren Erhöhungen erreicht werden können, so Matrai.

Vor der Verhandlungsrunde am Freitag hatte Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Ende Juni ließen laut Gewerkschaft rund 500 Beschäftigte an den Edeka-Lagerstandorten Wiefelstede und Lauenau sowie am Umschlagpunkt Braunschweig und beim Edeka Foodservice Weyhe die Arbeit ruhen.