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Tiermedizin:Die Praxis als Auslaufmodell

Tieraerztin behandelt eine Katze model released Copyright xMEVx ALLMVMEV121015

Veterinäre kümmern sich oft rührend um ihre flauschigen Patienten. Umso größer ist die Gefahr, sich ausbeuten zu lassen.

(Foto: imago/allOver-MEV)

Selbständige Tierärztinnen und Tierärzte arbeiten viel und werden schlecht bezahlt. Immer mehr Uni-Absolventen zieht es inzwischen in Unternehmen oder den öffentlichen Dienst. Das hat weitreichende Folgen.

Von Christine Demmer

Das berufliche Vorbild von Johanna Kersebohm war ihr Vater: Tierarzt mit eigener Praxis im westlichen Westfalen, die Patienten geschuppt, gefiedert, bepelzt - und unfähig, ihre Schmerzen in Worte zu fassen. Genau deshalb hat die Tochter Tiermedizin studiert. "Für mich ist der Beruf spannender als die Humanmedizin", betont die 30-Jährige. "Es ist ein Stück weit Detektivarbeit. Man muss gründlich nach dem Problem der Patienten suchen. Denn sie selbst können ja nichts sagen." Umso mehr müssen Tierärzte auf Frauchen und Herrchen eingehen. "Viele kümmern sich rührend und geben ihr letztes Hemd für ihre vierbeinigen Begleiter", sagt Kersebohm und freut sich darüber, dass so viele Halter Verantwortung übernehmen. "Man muss für das Team Tier und Besitzer immer die beste Lösung finden."

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